1: Kreta, der Palast
von Phaestos und der Diskos
2: Der kryptologische
Schlüssel des Diskos
3: Die Sonnen-Laufbahn
aus geozentrischer Sicht
4: Die ewige und
heilige Venus-Periodizität
5: Die Monate des
Jahres und des Jahrtausends
6: Die Zeichen des
Diskos
7: Die Felder und
Querverweise des Diskos im Kontext
8: Die Aussagen
zur zeitlichen Position des Diskos
9: Ein Opferfest,
zwei Feiertage und der Metonzyklus
10: Die unsichtbare Hand und die Göttinnnen
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Heute wird die Besiedlung Kretas,
sowie die Funde aus den Grotten, Palästen und Gipfelheiligtümern
von der Wissenschaft bis zum Neolithikum 6000-2600 B.C. datiert. Sir Arthur
Evans hat ab 1900 den Begriff 'minoisch' geprägt und bei den Datierungen
die Funde in drei Hauptgruppen mit jeweils drei Untergruppen eingeteilt;
Frühminoisch (Vorpalastzeit)
FMI= 2600-2500 / FMII= 2500-2200 /
FMIII= 2200-2000
Mittelminoisch (Ältere Palastzeit)
MMI= 2000-1850 / MMII= 1850-1700 /
MMIII= 1700-1500
Spätminoisch (Nachpalastzeit)
SMI= 1550-1450 / SMII= 1450-1400 /
SMIII= 1400-1100
Als der Diskos von Luigi Pernier 1908
gefunden wurde hat dieser ihn als Mittelminoisch III in den Zeitraum
1700-1500 eingeordnet. Arthur Evans (1909), R. Macalister (1914), Gunther
Ipsen (1929), Bossert (1931) und Neumann (1968) schlossen sich in ihren
Schriften dieser Datierung an. Da der Diskos unter Trümmern, durchsetzt
mit Keramik-Bruchstücken und verkohlten Stützbalken gefunden
wurde, erweiterte Yves Duhoux nach Analyse dieser Funde die Datierung (1977)
auf den Zeitraum von MMII bis SMI, somit 1850-1550. Godart gibt (1977)
aufgrund der Darstellung des Schiffes und der Schnecke einen Zeitraum von
1550 -1400 an. Günter Neumann stellt (1995) fest, daß - bedingt
durch vergleichbare Motive auf Votivgaben in Höhlenheiligtümern
- eine Datierung von 1700-1600 wahrscheinlich ist.
2 Felder der Seite B sind in diesem Kontext wichtig;
B_2: 'ERDE/ BEACHTEN / HÖCHSTE/ GÖTTIN/ ANFANG
B_3: 'ERDE/ GROSS(WICHTIG)/ IM ZEICHEN/ WIDDER/ HIMMELSZELT
Damit wird auf dem Diskos ausgesagt, daß zum Frühlingspunkt
der Sonnenaufgang vor dem Hintergrund des Sternbildes Aries zu beobachten
ist. Ein Sternbild besteht jedoch aus gedachten Verbindungslinien einzelner
Sterne und einem willkürlich festgelegten Namen. Axiome, die sich
über die Jahrtausende und über unterschiedliche Kulturkreise
verändern können. Isaak Newton behauptetet, daß die Sternbilder
in babylonischen Zeiten geprägt wurden und später unverändert
von den griechischen Astronomen übernommen wurden.
Betrachtet man dieses Sternzeichen (arabisch) 'Hamal', (lateinisch) 'Aries', (deutsch) 'Widder',
danach unter Berücksichtigung der Präzession von 73 Jahren je Grad,
so ergibt sich - bei einem Segement von 30 Grad je Sternzeichen - ein Zeitraum ab BC. 2010
bis 180 n.Chr. Als frühestmöglicher Zeitpunkt der Anfertigung des Diskos wäre danach die Untergruppe
'Frühminoisch' FMIII an der Grenze zu 'Mittelminoisch' MMI zu benennen. Alle bisherigen Einordnungen
in die Untergruppe 'Mittelminoisch' sind also korrekt.
Der Diskos wurde in dem durch Brand zerstörten Palast
von Phaistos, in einer Steintruhe gesichert, zusammen mit Holzpartikel im Gebäude 101 gefunden.
Wenn hier ein Zusammenhang mit der Thera (Santorini)-Katastrophe
besteht, kann durch die Untersuchungen der Dendro-Chronologen eine untere Abgrenzung auf die
Jahre BC. 1625 +/- 3 Jahre - entsprechend MMIII - erfolgen. Ägyptologen haben auf dem Kongress
der Thera-Kommission von 1989 den Zeitpunkt der Katastrophe (basierend aus der Auswertung der
Königsrollen) von BC. 1500 auf das Jahr BC. 1622 korregiert.
Auf dem Diskus ist nur ein Zeichen beschädigt oder mutwillig zerstört worden;
A_11: Zeichen zerstört/ GROSS/ GÖTTIN/ ZEITGLEICH + ANFANG (=ENDE)
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