Der Diskos von Phaestos

Der Jahrtausend-Kalender der Minoer

Kapitel V
Die Monate des Jahres und des Jahrtausends


 

1: Kreta, der Palast von Phaestos und der Diskos

2: Der kryptologische Schlüssel des Diskos

3: Die Sonnen-Laufbahn aus geozentrischer Sicht

4: Die ewige und heilige Venus-Periodizität

5: Die Monate des Jahres und des Jahrtausends

6: Die Zeichen des Diskos

7: Die Felder und Querverweise des Diskos im Kontext

8: Die Aussagen zur zeitlichen Position des Diskos

9: Ein Opferfest, zwei Feiertage und der Metonzyklus

10: Die unsichtbare Hand und die Göttinnen
 
 


Für den Begriff 'ERDE' verwendet der Diskos ein Ideogramm in Form einer weiblichen Brust (Ernährerin der Menschheit), der Begriff 'JAHRESZEITEN' wird durch eine Sinuskurve dargestellt, wie die jahreszeiltlichen Beobachtungen der sinusförmigen Auswanderungen der Sonnenaufgangspunkte (ca. 30 Grad Ost nach Nordost, dann Ost nach Südost). Das Feld B_01 'ERDE/ JAHRESZEITEN' enthält also die Aussagen zu den Jahreszeiten der Erde.

Die 12 Aussenfelder B_19/1 bis B_30/12 beinhalten die Aussagen zu den Monaten, beginnend mit der Aussage zum Neujahrstag, 'dem Beginn des Zyklus der Beobachtung von Sonne und Sirius im zentralen Sternbild'. In der Übersichtsdarstellung habe ich eine Linie zwischen Sonne und Sirius einkopiert, die die Sichtbarkeit bei östlicher Blickrichtung am Ende dieses Monates wiedergibt. 

.

Der Neujahrstag fand nach den bekannten Überlieferungen aus den veröffentlichten Entschlüsselungen von Keilschriften und ägyptischen Hieroglyphen, 'vor der Sommer-Sonnenwende...' oder 'zur Zeit der Sommer-Sonnenwende...' oder aber 'wenn das Himmelschiff vollständig sichtbar ist...' statt.

Das Ereignis ist natürlich abhängig von dem Breitengrad des Betrachters, da die Erde (bei der Sichtweise der Priesterschaft zwischen Ninive und Theben) fest im Mittelpunkt des Universum steht und nach dieser Logik '...der Himmel seinen Standort auf der Erde abbildet'. Bei einer archaeoastronomischen Bewertung sind also sehr entscheidend die Betrachtungsorte sowie die Überlieferungen zu den Veränderung der Sternenpositionen zu berücksichtigen.

Aus der nebenstehenden Abbildungen ist ersichtlich, daß der Sirius als Zentralstern seine Position verändert hat.

Ordnet man die Mitte des fünften Aussenfeldes dem Herbst-Equinox zu, so ist das Himmelschiff am Anfang der Feldposition am Sonnenaufgang nur durch Beteigeuze (Orion) und Castor und Pollux zu erkennen. Erst nach 30 Tagen ist das Sternbild mit dem Sirius vollständig sichtbar. Bezogen auf den Diskos läßt sich daraus folgern, dass das erste Feld der Sommer-Sonnenwende ggf. für eine Sothis-Area von BC. 2778 bis BC. 1320 zuzuordnen ist.

Die Aussenfelder 1, 4 und 9 (Monat 1: Juni/Juli, Monat 4: September/Oktober,Monat 9:,Februar/März) sind durch Darstellungen des in dieser heliaktischen Sichtweise 'fahrenden Himmelschiffes' besetzt. Die Aussagen sind ja aus dem Gilgamesch-Epos bereits bekannt; das Schiff 'Argo', dessen Bug (tepi) zerschnitten wird (von den Planetenbahnen), das sinkt (zeitweise nicht mehr sichtbar ist) und dann nach 3 Monaten wiederkehrt. Im Feld 1 muß dazu der Sonnenaufgang betrachtet werden, im Feld 4 der Zeitpunkt der Mitternacht und im Feld 9 der Zeitpunkt des Sonnenunterganges.

Wichtig ist die Angabe des Diskos im Feld B_3 unter Berücksichtigung der Sternbild-Verschiebung und die Position eines Sternbildes 'ERDE/ GROSS(WICHTIG)/ IM ZEICHEN/ WIDDER / HIMMELSZELT' als Frühlings-Sternbild.

.

Spielerisch (?): Das Pictogramm 'Himmelsschiff' auf eine heliaktische Rechner-Einstellung kopiert. Dazu ergänzend die Position der Venus im zweiten Jahr des Doppelzyklus (nach der oberen Konjunktion) als Morgenstern.