1: Kreta, der Palast
von Phaestos und der Diskos
2: Der kryptologische
Schlüssel des Diskos
3: Die Sonnen-Laufbahn
aus geozentrischer Sicht
4: Die ewige und
heilige Venus-Periodizität
5: Die Monate des
Jahres und des Jahrtausends
6: Die Zeichen des
Diskos
7: Die Felder und
Querverweise des Diskos im Kontext
8: Die Aussagen
zur zeitlichen Position des Diskos
9: Ein Opferfest,
zwei Feiertage und der Metonzyklus
10: Die unsichtbare
Hand und die Göttinnen
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Die Darstellung einer Schnecke finden wir als priesterliches Symbol in den
Tempelanlagen von Malta, die auf 3500 v.Chr. datiert werden. Die schematische
Ausführung des Diskos in dieser Form, die sorgfätige Verarbeitung
mit den komplexen Verknüpfungen zwischen den Feldern und den beiden Seiten, grenzt
die Botschaft auf eine 'ewig' gültige Aussage ein. Dem Schema und Feldanordnungen ist erkennbar das
babylonische Sexagesimalsystem (hier: 6,12,18,30...) aufgeprägt.
Nun waren die hohen Priester im 2 Jt. v.Chr. die Bewahrer
der Mythologie, der Zeitrechnungen aus astronomischen Betrachtungen und
natürlich auch die ersten Historiker (siehe 'Haus des Lebens' der
Ägypther oder die Priester-Tontafel-Bibliotheken von Ninive), Juristen,
Ärzte und Apotheker. Und sie standen unter dem Zwang, die 'geheimen'
Kenntnisse nur den unmittelbaren Nachfolgern (siehe Ebers-Papyrus) zu vermitteln - also zu
tradieren (mündlich überliefern) oder Dokumente für nicht (Ein)'Geweihte' zu verkrypten.
Die Voruntersuchungen ergaben, dass der Diskos in Module unterteilt
ist und die Felder durch 'Dornen' miteinander korrespondieren. Die Aufgabe war es, aus der beruflich erübten Praxis
der Ver- und Entschlüsselung von Nachrichten und den Kenntnissen von Zeilen- und Modulorientierten Programmiersprachen,
hier vom Schema auf die Module, danach auf Feldinhalte zu schliessen um letzlich die Ideogrammbedeutung
zu entkrypten.
1. Die Feldanordnug der zwei Seiten umfassen vier Hauptmodule...
Diese vier Hauptmodule umfassen jeweils die 18 Innenfelder und die 12
Aussenfelder, die getrennt betrachtet werden können.
2. Die Querverweise verknüpfen die Felder und Seiten...
Die Verknüpfung der Innen- und Aussenfelder sowie der beiden Seiten durch
Querstriche 'Dornen' können in einer Gesamtbetrachtung zur Verifizierung der Aussagen
herangezogen werden.
3. Die Piktogramme sind an die Position der Felder gebunden...
Beispielsweise steht das Piktogramm 'Fisch' an erster Stelle des
15'ten Feldes aus 30 Feldern, weiterhin an erster Stelle im
6'ten Feld von 12 Aussenfeldern der Seite B.
4. Die Stellung der Piktogramme innnerhalb der Felder ist Aussage...
Das Piktogramm 'FISCH' wird in einem anderen Feld an die letzte Stelle gerückt.
5. Verbundene Piktogramme ergänzen ihre Bedeutung...
Die häufig vorkommende Kombination 'Scheibe mit 7 Punkten' und 'Kopf des jungen Mannes'
stellen eine Aussageabgrenzung ('ENDE') dar. Die Kombination kommt auf der Seite B bei der Beschreibung
eines Jahres nur 1x im letzten Feld vor. Auf der Seite A wird die Kombination bei der Beschreibung
der mehrjährigen Zyklen 12x eingesetzt.
6. Die Stellung der Gemmenstempel zeigt die Beobachtungsposition...
Die Gemmenstempel des Piktogrammes Nr. 31 (fliegender Falke > 3 Richtungen), Nr 29
(Hundekopf > 4 Richtungen) und Nr 27 (Stierfelle > 2 Richtungen) wurden bewusst in
unterschiedlichen Ausrichtungen eingestempelt. Hier liegen zeitlich oder funktionell
variierende Betrachtungen vor.
Die Abbildung zeigt als Beispiel die Anweisung des Diskos, dass der 'Grosse/ Lauf/ des Jahres/ der Erde/ zerteilt'
werden muss (in der Abbildung: unteres 5'tes von 12 Monatsfeldern).
Durch die Dornen verknüpft mit den Feldern zu dem Sonnenverlauf innerhalb eines Erdenjahres, genauer zu den zwei
Sonnenwenden und den zwei Tag-Nacht-Gleichen (dadurch also wie auch heute vier Jahresabschnitte; Frühling, Sommer, Herbst, Winter). Die Innenfelder der Seite B
korrespondieren somit untereinander und auch mit den 12 Aussenfeldern durch die Dornen.
- Schematische Einteilung
- Zeilennummern bezogene Feldaussagen
- Aussagenabgrenzungen
- Verifikation durch Verknüpfungsdorne.
Beispiel:
Innenfeld B_5 mit Dorn nach Innenfeld B_13 mit Dorn nach Aussenfeld B_5.
Eine besondere Herausforderung bei der Entkryptung stellt die strenge schematische Darstellung
in jeweils 30 Feldern mit jeweils 12 Aussenfeldern dar. Auf der Seite B (Gemeinjahr) wird der
Sonnenverlauf mit einer Rücksprung-Funktion von der Winter-Sonnenwende zur Frühlings-Tag-Nacht-Gleiche
verkürzt um dem 30-Felder-Schema zu entsprechen. Auf der Seite A (Jahrtausend) wird aus gleichem Grunde
der Sonne-Erde-Venus Zyklus von 8 Jahren in einem Doppelzyklus von je 4 Jahren dargestellt, der - bezogen auf die
Sichtbarkeit der Venus am Morgen- oder Abendhimmel - x-1-0-1 mit umgekehrtem Vorzeichen x-0-1-0 zweimal
zu durchlaufen ist.
Mir waren diese Sonne-Erde-Venus-Zyklen in der heliakische Sicht und bezogen auf ein
Jahresdatum nicht bekannt und erforderten
einen zusätzlichen Lernprozess während der Entkryptung. Hilfreich
war ein Astronomie-Programm, das diese
Sichtweise für beliebige Orte und Zeiten ermöglichte.
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